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Die Macht der Worte

Buchtipp Alphabet des Denkens
Gerade lese ich das sehr aufschlußreiche Buch „Das Alphabet des Denkens – wie die Sprache unsere Gedanken und Gefühle prägt“
In wunderbar kurzweiliger Art und Weise schildern die Autorinnen, wie die Wirkfaktoren

  • Klang
  • bildliche Assoziationen (Metaphern) und
  • emotionale Aufladung (z.B. bei Schimpfwörtern) 

auf uns wirken und gehen der Frage nach, ob wir die Sprache oder doch eher die Sprache uns beherrscht!

Wußten Sie schon, dass Worte mit 
„i“ –  mit kleinen Dingen assoziiert werden (Darum heißen Discounter: Ald“i“, L“i“dl)
„o“ oder „a“ dagegen eher großen Dingen oder Personen zugeordnet werden,
das „b“ in Worten entspannend und Wörter, die auf „-y“ enden, sympathisch wirken? 
Da heißt es schön achtsam sein bei der Wahl des Firmen- oder Produktnamens!

Interessant auch, dass Testpersonenen einen „PIPP“-Test signifikant schneller absolvieren, als (den inhaltlich gleichen) „BORR“-Test!
Ein einziges Wort kann unser Verhalten ändern!

So auch im geschilderten Versuch der Psychologen Thibodeau und Boroditsky.
Sie erstellten einen Bericht über die gestiegene Kriminalität in einer (fiktiven) Stadt und ließen die Versuchspersonen, Maßnahmen zur Verbesserung der Situation finden. In der ersten Versuchsgruppen ist das Verbrechen „wie eine Bestie“ über die Stadt gekommen, in der zweiten Versuchsgruppe wurde die Metapher eines „Virus“ aktiviert. 
Während in der ersten Gruppe 74% der Teilnehmern nun härtere Strafen zur Bekämpfung der Kriminaliät forderten,
waren es in der zweiten Gruppe nur 54%.

Dafür gab es in der zweiten Gruppe einen deutlich höheren Anteil (46%) Teilnehmer, die präventive Maßnahmen forderten (wie Armut bekämpfen und Bildung verbessern). In der Bestiengruppe waren nur 29% der Teilnehmer solche Maßnahmen eingefallen. 
Es macht also einen Unterschied, ob von der Bestie oder dem Virus gesprochen wird.

Noch viele solcher spannende, wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse werden in dem Buch vorgestellt und regen zum Nachdenken an. 
(Ich habe gleich mal wieder ein Sketchnote dazu gemacht, um mir die vielen Ideen zu merken)

Welche Ideen fallen Ihnen dazu für den Führungsalltag ein? 
Mir fällt beispielsweise der Kommentar eines Seminarteilnehmers ein, der erklärte das Wort PERSONALKOSTEN gäbe es in seinem Unternehmen nicht. Dort würde man von MITARBEITEREINKOMMEN sprechen. 

Es ist also sinnvoll, immer schön auf die Worte zu achten!
Allen, die Interesse an Sprache und Ihrer Wirkung auf uns haben, kann ich das Buch sehr empfehlen!

Herzliche Grüße
xDSCF0122
Marion Kellner-Lewandowsky

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. alleine mit dem Begriff
    Mitarbeitereinkommen
    fühlt man sich doch sofort ‚mit in’s Boot genommen.‘
    Und sonst? gute Gedankenansätze, sogar an einem Sonntag zur Kaffeezeit!

    Antworten

  2. alleine mit dem Begriff
    Mitarbeitereinkommen
    fühlt man sich doch sofort ‚mit in’s Boot genommen.‘
    Und sonst? gute Gedankenansätze, sogar an einem Sonntag zur Kaffeezeit!

    Antworten

    • „Ins Boot genommen“ – das ist ja auch schon wieder eine Metapher.
      Sollte man keine seekranken Mitarbeiter haben ;o)
      LG

      Antworten

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